Magie lernen, für Anfänger und Neulinge, mit Buchtipps

Magie lernen und der eigene Weg:

Magie lernen bedeutet  in erster Linie seinen eigenen, individuellen Weg zu erarbeiten.

Beim Magie lernen, lernen wir als Erstes die Energien wahrzunehmen
Als erstes lernen wir Wahrnehmung der Energien

An anderen Magiern kann man sich nur orientieren. Andere Wege als Beispiele nehmen um seinen eigenen Weg zu finden. Wenn man mich fragen würde was das Wichtigste für einen Magie – Anfänger ist, würde ich sagen: eine flexible Perspektive. Man muss viele Gedanken erst einmal als vielleicht wahr zulassen. Ausprobieren, prüfen und die Ergebnisse kritisch untersuchen. Der Weg wird zum eigenen durch beständige Arbeit und flexible Anpassung.

Mein Weg

Ich erzähle, wie es bei mir war. Oft höre ich die Frage kann man Magie lernen? Ich kann auf diese Frage bis heute keine zufriedenstellende Antwort geben. Es fehlt einfach an Wissen, ob es sich um eine sehr seltene Begabung handelt, oder ob jeder Mensch ein Potential für Magie in sich trägt. Dieses Potential und Neigung zu einer bestimmten Richtung sind sehr individuell und lassen sich zum Beispiel durch Legen von Tarotkarten abbilden. Ich weiß lediglich, wie es bei mir war.

 

Wahrnehmung der Energien feinstofflicher Welten erlernen…

In der ersten Phase ging es darum zu schauen, ich fing mit Karten und Orakeln an und machte die Erfahrung, dass es bei mir gut klappte. Ich traf meistens, ob Zufall oder nicht. Dann überlegte ich mir wie es funktionieren kann und probierte andere Systeme aus. Die Runen arbeiteten ebenfalls so wie ich es erwartet habe. Bei den Runen merkte ich, dass hinter jedem Symbol eine Energie steckt. Die gleichen Energien lassen sich auch erfühlen, wenn ich über ein Foto meditiere und mich frage was diesen Menschen bestimmt, was in ihm vorgeht. Ich sah mir Fotos von Orten an, und spürte welche Energien dort vorlagen.

Die Karten wurden zum Hilfsmittel, ich sah welche Energie in der Situation vorherrschte und ahnte bereits welche Karten ich ziehen werde. Die anderen stärkten mich in der Überzeugung meine Ahnungen treffen zu, sie wunderten sich wie ich die Energien erahnen konnte. Ich brauchte und brauche immer noch Abstand, Zeit um Distanz zu gewinnen und muss mich Konzentrieren. Es klappt auch ohne Fotos. Ich arbeitete mit meiner Ahnung und den Karten zusammen und prüfte wo es Übereinstimmungen gibt, bis ich zu dem Punkt gelangte wo ich meine Ängste und Hoffnungen davon trennen konnte was ich innerlich wahrnahm.

Ich forschte darüber und fand viele Theorien, das Buch von Hajo Banzhaf hat mir gut geholfen.

Heute arbeite ich nur noch selten mit dem Raider Wait Deck und bevorzuge die Karten von Manara. Einfach aus dem Grunde, dass sehr häufig nach zwischenmenschlichen Beziehungen gefragt wird und diese dafür gut geeignet sind. Zukunftsprognosen sind allerdings ziemlich schwierig. Es erfordert lange Übung um die Energien nicht nur zu erahnen, sondern auch so wahrzunehmen dass man da eine Dynamik, eine Entwicklungstendenz erkennen kann. Doch sind diese Mechanismen so komplex, dass man nie mit Sicherheit sagen kann wie sich die Situation entwickeln wird. Welche Energien in Zukunft dominant werden.

Dafür gibt es zu viele Einflussfaktoren, die den Gang der Ereignisse beeinflussen können. Vielleicht gibt es da einen anderen Ansatz, aber ich habe ihn bisher noch nicht gefunden. Vermutlich könnte man einfach in die Zukunft schauen und dann sehen welche Energien dort eine Rolle spielen. Ich denke jedoch, dass es wichtiger ist die Situation so zu erforschen, dass man nach Ursprüngen sucht. Schaut was zu der Situation geführt hat und wo man da mit der Arbeit ansetzen kann. Was der Klient selbst in sich bearbeiten sollte, damit die Situation sich ändert. Es macht also Sinn sich mit Runen zu beschäftigen und darüber zu meditieren welche Energien hinter diesen stecken.

Lernen der Runenmagie

Die Runen können auch ein Anfang sein mit den Energien zu arbeiten. Man merkt dass man an sich leicht Energien aufgreifen kann und diese in eine Situation lenken. Man erstellt eine Binderune, trägt diese auf ein Foto oder Gegenstand auf und merkt mit wenig klassischer magischer Arbeit, dass die Situation sich ändert. Vorausgesetzt diese Änderung ist möglich und es spielen keine starken Wirkfaktoren eine entgegengesetzte Rolle. Helrunar von Jan Fries ist hier ein gutes Buch, was mir sehr geholfen hat. Neben den Runen sollte man auch andere Symbole und dessen Wirkung ausprobieren. Um für sich selbst ein Vergleich möglich zu machen, sollte man vorsichtig experimentieren, auf die innere Stimme hören und die Zeichen beachten. Mittlerweile verwende ich häufig Binderunen um mit relativ einfachen Mitteln entsprechende Energien auf ein Gegenstand, Person oder Situation zu lenken.

Veränderung der Wahrscheinlichkeit mit Ritualmagie

Dann macht man sich Gedanken und sucht nach einer theoretischen Basis für seine Erfahrungen. Die Wissenschaft kann nicht alles erklären. Die Religion bietet einen Ansatz, aber da es um die Gefahren der Magie, der Verführung die diese in sich hat weiß, belegt sie die Magie mit einem Tabu. Als Magier weiß man wie das System funktioniert. Man sieht und spürt die Energien die dort fließen, und weiß auch dass zu mindestens die Energien der Religiösen Gemeinschaft sehr wohl real sind. Man kann auch mit diesen arbeiten. Ein ganzer Zweig einer Magierichtung beschäftigt sich mit «Hexerei» in Kirchen, verwendet Kirchenkerzen und nutzt Methoden des Systems.

Die Energien sind sogar so stark, dass ein Ritual der Schadensmagie so ausgeführt wird, dass die Person in der Kirche für tot erklärt wird. Das System bietet auch guten Schutz und stark religiöse Menschen sind um viel schwieriger mit Magie zu beeinflussen. Es erfordert schon viel Aufwand da mit seinen Energien entgegenzuwirken. Hier kommen wir zu dem Punkt wo rituelle Magie anfängt. Man wendet sich dabei an andere Kräfte und Wesenheiten, beschwört Teufel oder kreiere andere, auch weißmagische Rituale. Die Magie der Rituale ist ein effektives Werkzeug um die Energien in einer Situation stark zu verschieben. Natürlich müssen die beteiligten wenigstens in die Richtung gehen können, in die sie die Energien des Rituals lenken. In dem  eben erwähnten Artikel zu Ritualmagie betone ich die Möglichkeit und Notwendigkeit eigene Rituale zu erstellen. Sich wirklich die Mühe zu machen die Text und die Formeln eigenständig zu schreiben. Das Schreiben selbst kann zum Teil des Rituals werden. Dort erwähne ich auch die wesentlichen Prinzipien die zu beachten sind. Dieses sind aber auch in anderen Büchern der Magie wenigstens im Ansatz schon beschrieben worden. Zum Beispiel was verbunden war, behält eine energetische Verbindung, man durch Einwirkung auf ein abgeschnittenes Ast auf ein Baum einwirken.

Magie allein lernen?

Hier kommen wir an den Punkt, wo es eine Tradition und einen Lehrer braucht.  Solange man sich natürlich bei  Magie lernen nicht nur auf Wahrnehmung beschränken will. Ich kann nur empfehlen eine Flexibilität der Perspektive zu behalten und alles zu hinterfragen was einem angeboten wird. Starke Rituale werden nur unter strenger Geheimhaltung innerhalb der Tradition überliefert und man kommt da als Außenstehender nicht so einfach rein. Auch wenn viele Rituale für viel Geld angeboten werden, ohne eine Einweihung in die Tradition, eine Anbindung an die Energien der Magier dieses «Cirkels» wird der Ritual keine Wirkung zeigen. Oder eine sehr geringe, unter Umständen auch in entgegengesetzte Richtung, wenn das System mit Schutzmechanismen gegen Fremde versehen wurde.

Mittlerweile sollte man aber in Kontakt mit seinen geistigen Lehrern getreten sein, mit seinen Ahnen, die helfen den Richtigen Weg zu gehen. Die helfen einem zu achten die Energieverschiebungen in die richtige Richtung zu wirken.

Magie lernen und notwendige Veränderung des Weltbildes

Die Welt der Magie ist nun zu Deiner Religion geworden. Du hast ein ganz anderes Weltbild, was dennoch in keinem Konflikt zu den Weltbildern Deiner Mitmenschen steckt. Du führst äußerlich ein ganz normales Leben, die Wissenschaft erkennst Du als ein wichtiges Werkzeug an, was seine Grenzen hat und auch die Religion ist nur ein Instrument, die weder schlecht noch gut sein kann.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Suche nach Deinem eigenen Weg, schaue Dir auch den Weg von Carlos Castaneda an und lehne nicht gleich die religiösen Schriften ab, die viel über die Gesetzmäßigkeiten erklären wie die Energien wechselwirken.

Kann jeder Magie lernen?

Nun zu der Frage ob jeder Magie lernen kann. Ich denke dass diese Fähigkeit in verschiedenem Ausmaße in jeder Person liegt. Allein schon das Interesse für dieses Gebiet könnte auf eine karmische Veranlagung hinweisen und man sollte es probieren. Vertrauen in sich selbst ist der Schlüssel zum Erfolg. In der Magie, die nach strengen Prinzipien und Regelmäßigkeiten funktioniert ist es um so wichtiger den Weg beständig weiter zu gehen.

Zum Abschluss möchte ich noch ein Satz zu Franz Bardon sagen, weil dieses so oft erwähnt wird und bei Anfängern recht beliebt scheint. Ich denke, am Anfang könnte es die Entwicklung ausbremsen, weil es doch sehr langsam vorwärts geht und viel Disziplin erfordert ohne gleich großartige Ergebnisse anzubieten. Doch wird man später den Nutzen erkennen können. In jedem System, in jedem Buch ist die Möglichkeit versteckt viel Nutzen für das Vorwärts kommen zu gewinnen, sei es auch dadurch dass man den Inhalt als Quatsch erkennt.

Momentan nehme ich keine Schüler an und werde es auch wahrscheinlich nicht tun, aus zwei Gründen. Wenig Zeit und meiner Überzeugung, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss. Wer Magie lernen möchte, kann sich aber gerne an mich wenden, mit Fragen  oder der Biete magisches Potential mit Karten zu prüfen.

Selbst wenn die Wissenschaft die Magie wahrscheinlich niemals beweisen wird können, kommt es nicht drauf an ob Magie wirklich existiert. Es kommt drauf an, was jeder für sich unter dem Begriff Magie versteht. Aus dem großen „Nichts“ kommende Gedanken, geschliffen an unseren Erfahrungen, verfestigen sich durch unseren zielgerichteten Willen und Verändern Wirklichkeit. Sei es dass wir Maschinen bauen, oder Wahrscheinlichkeit von Ereignissen beeinflussen.

Damit unterteilt sich das Erlernen der Magie in drei wesentliche Stufen:
  1. Wahrnehmung.
  2.  Veränderung.
  3.  Erkenntnis

 

Mehr zum Thema Magie lernen findet sich auf entsprechenden Internetforen, z.B: esoterikforum.at

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